Vom Traum zum Alptraum… Rückblick 2019

Irgendwann in meinem Leben habe ich entschieden, ich möchte meinen Traum verwirklichen. Den Traum, dass zu tun was ich Liebe und meiner Leidenschaft nachzugehen ohne Kompromisse. Alles was ich immer wollte war außergewöhnliche, wunderschöne Kostüme nähen. Mehr nicht. Meine Nähmaschine und ICH!  Wenn ich an der Nähmaschine sitze bin ich glücklich. Das rattern der Nadel, der Duft des Öles… die Befriedigung, wenn der Stoff sanft durch die Finger gleitet… Ich verliere mich in meiner Arbeit und vergesse die Welt um mich herum und tauche tief in mein Schaffen hinein. Virtuos gleiten die einzelnen Schnittteile durch meine Finger – der Moment wenn die Stoffteile auf einer Puppe landen zum drapieren… fällt es so wie ich es mir vorgestellt habe? Immer ein ganz besonderer Moment.

Obsessiv fertige ich jedes Kleid mit höchster Leidenschaft von dem Moment wo ich den ersten Bleistiftstrich auf dem Papier für den Schnitt mache – bis hin zum fertigen Gewand. Tage und Wochen vergehen. Ich bin dann nicht ansprechbar. “Bitte nicht stören“ – steht an der Tür zu meiner Werkstatt, wenn ich nähe bin ich nicht da. Ich bin in einem Schaffensprozess… in einer anderen Welt. Ich existiere nicht im hier und jetzt…

Ich erzähle euch das, damit ihr versteht in welchem Prozess, die Gewand Manufaktur und damit auch ich persönlich, sich gerade befindet.

Das „DRUMHERUM“ ein Wort was irgendwie alles und nichts bedeutet wird im folgenden aber noch eine sehr große Bedeutung haben und ein Umbruch bedeuten. Ein Umbruch für die Gewand Manufaktur und wahrscheinlich die größte und wichtigste Persönlichkeitsentwicklung die ich bisher durchgemacht habe.

Wer mich kennt weiß, die Gewand Manufaktur bin ich. Nicht mehr und nicht weniger. Sie funktioniert nur so wie ich sie gestalte.

MADE IN GERMANY

hohe Stoffqualität

einzigartiges Design

perfekte Passform

professionelles Handwerk

…MEINE WERTE…

…MEINE IDEALE…

DAS was die GEWAND MANUFAKTUR ausmacht…. Werte für die ich von der ersten Sekunde gekämpft habe.

Seit 2017 habe ich mit meiner Fantasy Kollektion, die ich auf Mittelaltermärkten präsentiere, viel Erfolg. Die Auftragsbücher sind voll und wir kommen mit dem Nähen gar nicht mehr hinterher. Seit zwei Jahren ist es ein Wettrennen mit der Zeit. Ich brauchte mehr Leute, mehr Stoff und mehr Kleider um die Nachfrage zu befriedigen. Jedes Jahr habe ich bei der Bank angefragt für einen Kredit zur Kapazitätserweiterung. Nichts, Nada, Niente…  Trotzdem brach die steigende Nachfrage nicht ab. Glücklicherweise konnten wir mit einem erfolgreichen Crowdfunding doch noch einiges für 2019 realisieren. Aber es war nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Unermüdlich nähten wir und fuhren wir zu den Märkten, es haben mich auf dem Weg nun schon einige Helfer begleitet. Es war schön endlich ein wenig Hilfe zu haben und man muss nicht mehr jede Entscheidung alleine treffen, nein man kann sogar gemeinsam neue Pläne schmieden… und so ergab sich völlig neue Energie und Potential.

Plötzlich konnte man sich die Arbeit aufteilen – ich konnte kreativ sein und mich meiner Leidenschaft hingeben und auf der anderen Seite wurde mir das lästige „DRUMHERUM“ abgenommen. Allerdings ist das arbeiten mit mir wirklich schwierig. Wie zu Beginn erwähnt, bin ich nicht wirklich ansprechbar in meinem Schaffensprozess. Fragen mussten beantwortet werden, Aufträge sortiert,  aber nur ich kannte die Antworten…

Auch diesen Absatz lasse ich so stehen und werde mich später noch einmal darauf zurückkommen.

Anfang 2019 haben wir sehr viel Geld investiert, wir wollten viel erreichen und viel schaffen. Neuer, größer, schöner, höher,… Wir hatten Ende 2018 einen tollen Plan ausgearbeitet. Endlich sollte richtig Kohle dabei rum kommen – endlich wollten wir richtig was verdienen. Der Plan war perfekt, die Kalkulationen hunderdröfzig Prozent Profit! JETZT mache ich endlich Geld mit meinen Ideen und Kleidern! Ich wollte doch endlich mit meiner langersehnten Produktion starten.

Die Lösung war Produktion auslagern! INS AUSLAND! SUPERIDEE!!! Ausgerechnet in Excel müssten wir X00 Kleider verkaufen, auf soundsoviel Märkten mit soundsoeinem Umsatz. Wir können im Ausland günstiger produzieren, dann den Verkaufspreis senken und somit den Verkauf VERDOPPELNDREIFEN!!!

Schwindlig von den ganzen Zahlen habe ich letztendlich dem PLAN zugestimmt. Ich wollte doch unbedingt das es endlich klappt, ich Geld verdiene und wir alle davon leben können. Ich habe alle meine Wertvorstellungen und meinen Idealismus beiseite geschoben, denn damit kann man kein Geld verdienen. Ich habe zwar etwas wunderschönes erschaffen und gestaltet, aber richtig Geld verdiene ich damit nicht. Ich sage euch nach 7 Jahren am Existenzminimum leben, geht es einfach irgendwann an die Substanz und die Realität holt einen ein. Und ich hatte doch unermüdlich und hart gearbeitet – es MUSS doch ENDLICH Früchte tragen. Zudem erhoffte ich mir, dass die produzierten Kleider und der zusätzliche Verkauf würden garantieren, dass ich weiter meine Kleider nähen kann und mich um die Einzelanfertigungen kümmern kann und das tun was ich liebe: entwerfen, nähen und schöpfen.

Die ersten Paletten Stoffe sind angekommen, die ersten Kleider wurden zugeschnitten und waren für den Versand ins Ausland bereit. Sie mussten nur noch kontrolliert werden…Es vergingen Tage… „Nur noch das EINE Kleid fertig nähen! Das hat jetzt Priorität!“ Es vergingen weitere Tage. Davon abgesehen,  dass ich mich nicht von meiner Nähmaschine trennen wollte und mein Schaffensprozess unterbrechen konnte, wollte ich es auch im Inneren nicht. „Ich kann mich da jetzt nicht darauf konzentrieren, ich brauche dafür Ruhe“. Alles was ich mache fordert meine höchste Aufmerksamkeit und es kostet mich enorme Energie diese Konzentration für eine Sache aufzubringen. Deswegen habe ich auch keine geschäftliche Telefonnummer wo ich tagsüber zu erreichen bin. Es würde mich einfach immer zu sehr aus meiner Arbeit herausreißen. Ich finde dann schwer wieder zurück oder es dauert mindestens 2 Std. So verhält es sich im übrigen auch mit den Emails.

Wir sind übrigens jetzt zeitlich bei ca. Feb/März 2019. Seit Wochen hatte ich Durchfall & Blähungen und mir war viel schlecht. Ich schob es auf die viele Arbeit, den Auftragsdruck und die anstehende Saison. Stress schlägt mir immer sofort auf den Magen (Reizdarm). Neben unseren Aufträgen, unserer Produktionsvorbereitungen hatten wir auch noch unserer Crowdfunding-Projekt, welches abgeschlossen werden musste. Welches auch viele offene Fragen hatte die beantwortet werden mussten, Fragen die auf die nur ich eine Antwort hatte.

„Nur noch das eine Kleid fertig nähen, das hat jetzt Priorität!“…

…Bauchgefühl…

…Intuition…

Intuition (von mittellateinisch intuitio = unmittelbare Anschauung, zu lateinisch intueri =genau hinsehen, anschauen) ist die Fähigkeit, Einsichten in Sachverhalte, Sichtweisen, Gesetzmäßigkeiten oder die subjektive Stimmigkeit von Entscheidungen zu erlangen, ohne diskursiven Gebrauch des Verstandes, also etwas ohne bewusste Schlussfolgerung.

Dieses Bauchgefühl bescherte mir meine nächste Entscheidung die massive Auswirkungen für mein Geschäft haben sollte und die mich an den Punkt bringen sollte wo ich jetzt gerade stehe, doch das sollte ich erst mehrere Monate später herausfinden.

Täglich starrte mich auf meiner To-Do Liste und doppelt unterstrichenen, rot markierten, eingekreisten dreifach mit Ausrufezeichen versehene Aufgabe an! Mir wurde jedes mal schlecht wenn ich dieses Aufgabe las und somit ignorierte ich sie erfolgreich für einige Tage/ Wochen.

!!!!!Paket für die Auslandsproduktion fertig machen!!!!!“

Es sträubte sich alles dagegen, es protestierte innerlich, es lähmte mich, Ich fasste einen Entschluss – unseren Plan gänzlich über den Haufen zu werden. Ich kann es nicht tun ich kann nicht meine Werte verraten und meine Ideale aufgeben… Diese Entscheidung war aus unternehmerischer und strategischer Sicht eine Katastrophe.

Zu dem wollte ich auch nicht einfach alle meine Schnitte und Designs in fremde Hände geben und ich habe keine Kontrolle und Handhabe was damit bei einem dritten „Fremden“ geschieht.

Eine Alternative gab es nicht. Also hatte ich mit einem Mal den lange vorbereiteten Plan, in den wir schon Geld investiert hatten, zum scheitern verurteilt.

Ein Plan B musste her. Ich unterteilte meine Näherinnen in zwei Hälften. Die eine Hälfte sollte dann nun Kollektions-Kleider nähen und die andere weiter an den Einzelanfertigungen.

Dann kamen noch weitere unvorhersehbarer Ereignisse, zwei Schneiderinnen fielen nacheinander aus.

Es war bereits März…. Ende April waren unsere Liefertermine für die Einzelanfertigungen und der Start der Marktsaison. Von diesem Moment haben wir Tag und Nacht und ohne Pause gearbeitet um alles zu schaffen… und dann fingen die Märkte an. Unermüdlich haben wir gegen den Auftragsdruck und die Zeit gekämpft. Dann fuhren wir auch schon wieder auf die Märkte, die Kraftanstrengungen die wir dort leisten sind enorm.

Plötzlich kämpften wir an zu vielen Fronten!

  • Mittelaltermarkt fahren

  • Fertigstellungen der Einzelanfertigungen
  • Kollektionserweiterung
  • Onlineshop Bestellungen & Versand
  • Kundenkommunikation
  • Neue Aufträge aus den Märkten

Die dauerhafte Überbelastung (ich kam ja auch schon ohne Pause aus der Saison 2018) hat dazu geführt das ich dann Freitag Abend vorm MPS Bückeburg 1 schmerzerfüllt vom Platz kroch. Ich fuhr nach Hause, legte mich in mein Bett und stand die nächsten Tage nicht mehr auf.

Nach dem MPS Bückeburg 1 habe ich meine Beziehung zu meinem Partner beendet und somit meine administrative Arbeitskraft, Geschäftspartner und Lebensgefährten verloren.

Es war Hochsaison und Urlaubssaison für meine zwei verbliebenen Schneiderinnen. Keine administrative Unterstützung und ich am Ende meiner Kräfte… es war Mitte Juli.

Augen zu und durch, nach Bückeburg 2 versuchte ich mich ein wenig zu erholen und Kraft zu tanken um den Rest der Saison und die Märkte noch zu schaffen. Der Nähbetrieb kam zum erliegen und ja Emails beantwortete ja auch keiner mehr… war ja keiner mehr da… und den Rest Kraft steckte ich noch in die Fertigstellung einzelner Aufträge. Es war ein Kampf, der nicht zu gewinnen war. Egal für welchen Auftrag ich mich entschied fertig zu machen – ein anderer würde liegen bleiben.

Es herrschte seit einigen Monaten schon eine absolute Ausnahmesituation.

…das bekam ich dann auch auf meinem letzten Markt auf dem MPS in Luhmühlen zu spüren.

Natürlich und verständlicherweise haben wir/ich einige Kunden verärgert und diese Wut und den Frust habe ich persönlich in Luhmühlen auch zu spüren bekommen und ohne Filter abbekommen. Was ich seelisch wirklich nicht in meinem körperlich geschwächten und angeschlagenen Zustand ertragen konnte und brach danach komplett zusammen. Körperlich und Seelisch.

Seit Mitte September bin ich komplett Arbeitsunfähig. Welche privaten Rückschläge noch auf mich warteten brachten mich dazu einmal komplett alles liegen zu lassen und aufzuhören weiter wie ein Hamster im Kreis zu rennen und nachzudenken. Das tat ich. Ich lag im Bett wochenlang… schlief und dachte nach und schlief weiter und dachte noch mehr nach. Ich konnte auch nichts anderes tun. Ich hatte so starke Schmerzen im ganzen Körper, es fühlte sich an, als würde ein Elefant auf mir sitzen und mich zwingen liegen zu bleiben. Wenn ich einen guten Tag hatte an dem ich mich fit genug fühlte aufzustehen, fuhr ich in mein Atelier, räumte auf und sortierte, dass war alles was ich schaffen konnte:  aufräumen und dabei nachzudenken. Tag für Tag Woche für Woche. Drei Monate lang, bis es sich so langsam in meinem Kopf und in meinem Atelier sortierte… Meine Emails… meine Post… ignorierte ich… Ich wusste ja, welche Fragen auf mich warteten: „Wann ist mein Kleid fertig??“ Fragen auf die ich keine Antwort hatte – also antwortete ich auch nicht mehr. Es war ja niemand mehr da um Arbeit zu erledigen. Mein Betrieb kam komplett zum erliegen…..

…Ein Auftrag fertig stellen – löst nicht das Problem was ich jetzt habe… 99 andere Aufträge blieben unerledigt.

Ich musste Abstand gewinnen um die Dinge von Außen zu betrachten…Seit zwei Jahren steckte ich im Hamsterrad – ich rannte immer gegen die gleiche Wand:  kein Geld von der Bank > keine Kapazitätserweiterung > steigende Nachfrage > Arbeiten bis zum „umfallen“.

Ich habe die letzten Monate aufgeräumt, sortiert und alles auf den Kopf gestellt. Ich wollte Antworten, wieso, weshalb, warum. Warum zum Teufel will es mir nicht gelingen und ich renne immer wieder vor die gleiche Wand. Es kann doch nicht sein.

Immer über allen Gedanken schwirrten Aussagen aus den letzten Jahren, Aussagen mit den ich schwer zu kämpfen hatte:

„Du schaffst das sowieso nicht“
„Deine Entscheidungen bringen dein Geschäft zum scheitern“
„Such dir einen richtigen Job und mach die Näherei doch als Hobby“

Von Selbstzweifeln zerfressen, habe Ich die letzten Monate die Schuld überall gesucht. Bei den Näherinnen die mich auf dem Weg verlassen haben. Bei meinem Partner der mich auf halben Weg im Stich lies, als die Dinge eine andere Richtung einnahmen, als sie von Ihm geplant waren (bitte jetzt hier nicht falsch verstehen – es handelt sich nur meine subjektive Wahrnehmung, meine Gedanken).

Ich bin in den Jahren immer weiter zurückgegangen. Meine Zusammenarbeit mit meinem ehemaligen Geschäftspartner von PLEBZ und verflixt noch mal, alle hatten den selben Nenner… das gleiche Fehlerpotential…..MICH!……

Ich bin das Problem. Es kann nicht funktionieren. Ich bin die Sache falsch angegangen. Mhhh oder vielleicht auch nicht. Man fängt an man macht Fehler und dann entwickelt man sich.

Was es heißt ein Geschäft aufzubauen – so ein richtiges echtes – habe ich dieses Jahr verstanden. Die Bedeutung und welche Fähigkeiten man dazu braucht. Fähigkeiten die ich nicht habe. Das war mir zumindest schon recht früh bewusst. Daher war ich immer auf der Suche nach einem Geschäftspartner! Einen der mit Zahlen kann und das „DRUMHERUM“ versteht. Einen der mit meinen Kleider Geld machen kann. Ich kann nur kreativ sein und schöpfen… Ich bin unfähig mit Zahlen und das „DRUMHERUM“ lähmt mich eher und macht mich Bewegungsunfähig. Es ist lästig, kann ich eh nicht, dass lass ich jemand machen der es kann und sich damit auskennt.

Und das meine Lieben, ihr Tapferen die es bis hierhin geschafft haben, ist was ich aus 2019 mit in 2020 nehme. Ich glaube 2019 war bis jetzt mein „most chalanging year“ in meinem Leben. Ich muss komplett umdenken. Ich muss mich um das „DRUMHERUM“ kümmern. Das kann mir niemand abnehmen. Ich muss den Absprung aus dem ausführendem Tagesgeschäft schaffen und mir ein Team zusammenstellen und ALLES im Überblick haben UND die Strukturen schaffen und die Arbeit abgeben und leiten. Ein natürlicher Prozess, ich musste ihn mir schmerzhaft erarbeiten.

Ich werde mich 2020 auf das „DRUMHERUM“ konzentrieren und mir ein neues Team aufbauen und die ganze Sache nochmal von ganz vorne anfangen!

Liebes 2019, ich habe dich gehasst – du warst mein schlimmstes Jahr – es wollte mir einfach nichts gelingen und dann hast du mir noch unüberwindbare Hürden geschickt die mich zum stolpern gebracht haben. Aber dafür bin ich dir jetzt dankbar und ich habe mit dir Frieden geschlossen.

Ich habe mit MIR Frieden geschlossen. Meine Entscheidungen waren richtig, für mich, für meine Werte. Ich kann es schaffen, ich muss nur wieder an mich glauben und mir vertrauen. Danke 2019! Du warst bisher das beste und wichtigste Jahr in meinem Leben! Ich gehe gestärkt aus dir heraus!

Die letzten Jahre habe ich damit verbracht die Gewand Manufaktur und ein Produkt zu gestalten – das nächste Jahr werde ich damit verbringen – das Produkt lieferbar zu machen und endlich der Nachfrage gerecht werden, wieder komplett zuverlässig zu werden UND trotzdem noch neue Ideen weiterzuentwickeln.

Ich hab keine Ahnung, ob ich meine Gedankengänge klar formuliert habe oder ob es irgend jemanden interessiert, aber es ist wichtig für mich alles aufzuschreiben. Dieser Blog ist irgendwie eine Art Tagebuch. Es hilft mir wirklich dabei, mich immer wieder weiterzuentwickeln. Ich lese immer wieder gerne alte Beiträge um mich zu erinnern was ich schon geschafft habe oder wenn ich mich mal wieder vor mir selbst gewarnt habe und nicht auf mich gehört habe und ein Jahr später die Rechnung davon trage.

Welche Konsequenzen daraus entstehen werden und welche Entwicklung die Gewand Manufaktur noch vollziehen wird, werde ich natürlich hier für mich und für euch dokumentieren.

Die Gewand Manufaktur – das bin ich – Ich bin ehrlich & echt! Am Anfang, noch unvollkommen und überfordert von meinem Erfolg!

DANKE das ihr mich begleitet… in guten wie in schlechten Zeiten!

…Eure Karo <3

P.S.: So wie das üblich ist bei Frauen habe ich mir natürlich auch meine Haare radikal kurz geschnitten und mir einen neuen Look verpasst um den Umbruch zu zelebrieren! Die 20er können kommen!

 

Mein erstes Growdfunding: „The Royal Needle“

Der Folgende Artikel ist hauptsächlich für alle historisch orientierten Leser. Ich habe ja erwähnt das ich zukünftig die Beiträge etwas aufteilen werde – dieser Artikel gehört in die Kategorie: HISTORICAL FASHION 

W.I.P: THE ROYAL NEEDLE –

ein Growdfunding der Gewand Manufaktur

https://www.kickstarter.com/projects/504827539/royal-needle-collection?lang=de

 DIY NÄH-BOX: WIR SCHNEIDEN – IHR NÄHT!

 

WARUM WIESO WESHALB????

Natürlich möchten wir damit etwas finanzieren wozu uns die Mittel fehlen und wir auch kein Geld von der Bank bekommen. Was genau und wie wir zu unserer Idee kommen dazu muss ich ganz von vorne Anfangen. In meinem letzten Blog Artikel habe ich von meinen 2 Künstlerseelen erzählt. Und das Ich gerne wieder mehr an historischen Projekten Arbeiten möchte.  Und die TRNC wird das erste Projekt sein welches wir gerne anstoßen möchten.

Die Idee zur „Royal Needle“ DIY Kollektion ist das Ergebnis aus vielen Jahren an Erfahrung, Weiterentwicklung & Leidenschaft.

Angefangen hat es vor genau 10 Jahren als das Hobby LARP entdeckt habe und nach der ersten Anfangsphase als ElfenKriegerHeilerSchankmaidenAmazone überwunden habe, sehr schnell ins damals noch sehr jungfräuliche “Histo” Larp gefunden habe. Meine Leidenschaft für die Geschichte entdeckte ich wieder mit meiner liebsten Epoche, dem 14. Jahrhundert.

Anfangs nur als Hobby gedacht, betrieb ich viel Recherche, probierte verschiedene Epochen aus und meine Kleider fanden anklang. Damals noch bei Deviantart.com & im Larper.ning. Dann fing ich an meine Freunde auszustatten und so entwickelte sich schnell ein kleines Geschäft und ich machte mich in 2012 selbständig.

Wie in meinem letzten Artikel bereits erwähnt, war es nicht sehr einfach in der Anfangsphase. Die korrekte, passgenaue Anfertigung solcher historisch “korrekter“ Bekleidung und die “wirschaftliche Umsetzung” stellte mich lange Zeit vor eine große Herausforderung.

In den letzten Jahren habe ich meine Arbeitsweisen Schritt für Schritt weiterentwickelt um effizienter zu werden.

2015 bildete ich mich in Herren – Maß – Schnittkonstruktion weiter – den klassischen Maß-Papierschnitt per Hand von Grund auf konstruieren und zeichen. Ihr wisst ja – ich hab das ja alles gar nicht wirklich richtig gelernt 😉

Dann investierte ich ich 2017 in eine Schnittmuster Software und erlernerte Schnitte zu digitalisieren.

Natürlich habe ich das alles anhand von modernere Schnittkonstruktion erlernt und Zuhause probierte ich wild herum und versuche die historische Schnittkonstruktion und die Erfahrung meiner Arbeit aus den letzten Jahren in die Software zu übersetzten.

Ein praktischer Helferlein war mir dabei unser Mini-Bob. Da wir in der Modeschule gelernt hatten neue Modelle im Maßstab 1:3 auszuprobieren und zu Zeichnen und die Software in jedem Maßstab drucken kann ist es leichter alles in 1:3 am heimischen Drucker auszudrucken.

In diesem Entwicklungsprozess befinde ich mich gerade und es verspricht eine unglaubliche Arbeitserleichtung was mich mit meiner Software erwartet. Es dauert zwar sehr lange und es ist sehr aufwendig einen Schnitt zu programmieren – aber wenn man erstmal den Schnitt hat stehen einem unendliche Möglichkeiten offen.

Ich kann nun die Maße eines Kunden eingeben und mit einem Plotter den Schnitt fertig ausdrucken. Das ist eine unendliche Erleichterung und unendlich zeiteffizient.

Soweit zum Teil eins der Geschichte.

Ein weiteres großes „Problem“ was ich habe sind die Ressourcen. Historisch „korrekte“ Stoffe sind fast unerschwinglich und kaum zu bekommen. Auch ein Grund warum es für mich kaum noch möglich war historische Bekleidung herzustellen. Schöne Wolle ist sehr selten und dann in der angemessenen Qualität für mich als Wiederverwender nicht einkaufbar. Und das was als „Wolle“ zu erschwinglichen Preisen verkauft wird – möchte ich nicht hinterfragen und kann und möchte dies auch nicht mit gutem Gewissen meinen Kunden anbieten. Aber ich will meine historische Kollektion nicht einfach Kampflos aufgeben. Wenn gekaufte Ware vom Händler so unerschwinglich hoch ist – dann kann ich auch selber weben lassen. Ein großer Traum von mir… eine eigene Kollektion mit eigenen Stoffen. Es garantiert mir eine Qualität hinter der ich stehen kann und absolute Exklusivität. Und ich gehe noch einen Schritt weiter…was wäre wenn… es auch noch in Deutschland hergestellt werden könnte.

Die ersten Muster von einer deutschen Weberei

Leichtloden aus 100% Wolle einmal in einer Leinwandbindung (links) und recht in einer Köperbindung 2/2 (recht) wie es für mittelalterliche Gewänder üblich war.

Sehr feines reines leinen einmal in Natur und gebleicht.

Und darum geht es auch in unserem Growdfunding. Wir wollen das Geld zusammen bekommen um die Mindestmenge weben lassen zu können.

So kommen wir nun von Steinchen auf Stöckchen zum Elefanten. Mir schwebt schon länger die Idee vor Schnittmuster anzubieten, seid ich die Software habe und damit arbeite.

Mittelalterliche Papierschnittmuster gibt es ja mittlerweile einige – aber individuell auf die eigenen Maße angepasst – das ist schonmal sehr cool – Darüber hinaus wollen wir es NOCH einfacher machen und euch auch noch das lästige zuschneiden ersparen… oder die Panik vor dem ersten SCHNITT! Also könnt ihr es den Profis überlassen und sofort mit dem nähen loslegen.

Und wie ihr schon mitbekommen habt ist unser Kickstarter auch sofort erfolgreich und wir sind von eurer Begeisterung sehr überwältig und überrascht. Das gibt uns nun die Möglichkeit für mich ein „Come back“ in die „Histospacken“ Welt zu feiern!

Mit der neuen effizienten Arbeitsweise, mit den traumhaften Stoffen und ohne meine ohnehin völlig ausgereizten und erschöpften Nähkapazitäten wird es mir vlt wieder mehr möglich sein weiter an meinen historischen Projekten zu arbeiten.

Wir sind Euch so unendlich dankbar!

Nutzt noch die Chance bis zum 27. Januar eure persönliche Royal Needle Box zu sichern – oder auch einfach nur den Stoff als Meterware!

Wenn ihr neu hier auf meinem Blog seid und noch mehr über Uns und was wir tun, erfahren wollt schaut doch bitte in meiner Kategorie: HISTORICAL FASHION rein, und lest ein bißchen aus der Historie um noch mehr über unsere Arbeitsweisen zu erfahren, wer wir sind und wofür unsere Leidenschaft brennt. Viel gibt es noch nicht – Ich habe zwar in der Vergangenheit viel gemacht, aber das noch nicht wirklich zu Papier gebracht, aber das wird sich in Zukunft ändern!  *HISTOFLOSSE* HIGHFIFE!!!

Kleiner Nachtrag: Die Stoffe werden ausschließlich für den Eigenbedarf produziert. Für unsere Einzelanfertigungen, Kleinserien & DIY Nähbaukästen. Ein Verkauf von Meterware ist in Zukunft nicht vorgesehen. 

P.S.: Das Kickstarter Projekt wird im übrigen verwaltet von Dennis, er hat den Kickstarter und das Growdfunding ins Leben gerufen. Er ermöglicht mir gerade extra Ressourcen und Kapazitäten anzuzapfen und ist eine großartige Bereicherung für unser Team.

SO MANY THANKS TO THE BEST & GREATEST TEAM EVER!!! <3

 

Historical vs. Fantasy Fashion

Ein Neues Jahr beginnt, Zeit um die Gedanken zu sortieren und „aufzuräumen“.

Da ich mich gerade von einer schweren Grippe erhole und ich noch strengste Bettruhe habe und wirklich nichts machen darf und eine Zwangspause verordnet bekommen habe von Mama, habe ich mir heimlich meinen Laptop geschnappt  und nutze die Ruhe  um einige Blogeinträge zu schreiben.

Ein Thema welches mich ständig begleitet > In meiner Künstlerseele schlagen 2 Herzen:

Herz 1:

Das eine schlägt für die historischen Rekonstruktionen…bei denen ich sehr detailliert versuche nachzuforschen und zu ergründen wie es wirklich ausgesehen haben könnte damals. Ressourcen sind hierzu Bilderquellen, Schriftquellen, erhaltene Originale aus einer bestimmten Zeitperiode.

Beispiel für eine Bildquelle aus einem Buch: „Livre des tournois“ um 1460

Wie einige von euch wissen habe ich mich dem späten Mittelalter verschrieben, genau genommen dem 14ten und 15ten Jahrhundert. Also nicht das düstere, dreckige, finstere Mittelalter (Winkingerkram) sondern das bunte fortschrittliche Mittelalter (Burgfräulein und Ritterkram) *hustreusper*! Um bei der Umsetzung den Bedürfnissen und Ansprüchen gerecht zu werden, erfordert es ein umfangreiches Wissen, welches man sich über die Jahre aneignet und recherchiert.  Über  historische- Materialien, Verarbeitungsmethoden  und die komplizierte Schnittkonstruktion, die es in kaum einem Lehrbuch zu lesen gibt. Reproduktionen von historischen Stoffen sind teilweise unerschwinglich und es steckt auch noch sehr zeitaufwendige Handarbeit in der Verarbeitung.

Dies alles machte es aber sehr sehr schwer seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Ihr könnt Euch vorstellen das der Preis unendlich hoch war und die Anfertigungdauer unendlich lang sein konnte… Also aus wirtschaftlicher Sicht und wenn ich ehrlich zu mir selbst bin, schlichtweg nicht möglich für einen Haupterwerb, „es hat sich nicht wirklich gelohnt“.

Hauptsächlich habe ich diese Leidenschaft auf Liverollenspielen (Histo- Larp, Reenlarpment) und auf Reenactment und Living History Veranstaltungen (Museale Veranstaltung mit Hauptaugenmerk auf historischer Wissensvermittlung) ausgelebt. Das ist auch der Ursprung meiner Gewand Manufaktur – damit habe ich angefangen.

Fotorechte: https://www.editionboiselle.de
Ritter: Arne Koets
Pferd: PRE Wallach Maximilian
Burgfräulein: Karolin Fischer

Foto: Jonas Radtke

Herz 2:

Auf der anderen Seite schlägt mein Herz für die fantastische Zauberwelten des Kostümdesign der Modernen Welt und freien Interpretationen der Vergangen Zeiten. Ein großes Vorbild sind hier Game of Thrones, Herr der Ringe, Narnia und all die Fantasy Serien und Filme der Vergangenheit die mein Weg geprägt haben. Der besondere Reiz hierbei war/ ist für ich mich völlig frei zu entfalten, neu zu entdecken und quasi mit neuen Materialien zu experimentieren zu können. Dies ermöglicht auch eine ganz anderer Herangehensweise an Umsetzung der Kleider. Maschinen Nähte sind plötzlich kein tabu mehr… die Seide darf Knötchen haben. Man darf Leinen als Außenmaterial verwenden.

 **Ganz neue Welten eröffneten sich für mich und somit auch ein neuer „Markt“ und ein neuer Kundenkreis. Ich habe hier noch eine neue Chance gesehen meine Kostümkunst nicht ganz an den Nagel zu hängen sondern einfach eine neue Richtung einzuschlagen.

Hauptsächlich lebe ich diese Leidenschaft auf den kunterbuntesten Fantasy – Spectacelen und Fantasy Messen aus.


Foto: Jonas Radtke

Also warf ich mein ganzen angeeignetes Wissen über board und zog mich 2016 in mein innerstes Zurück und gönnte mir die Zeit mich komplett neu zu erfinden und entwarf meine Fantasy Kollektion und setze dieser in einer  Relaunch um und ging damit 2017 auf Tour. Den Rest der Geschichte konntet ihr ja schon auf meinem Blog verfolgen, was daraus geworden ist oder um es besser zu formulieren – WIE ES ESKALIERT IST 😀

Foto: Jonas Radtke
. . .

Die Bedürfnisse und meine Kunden beider Bereiche sind so unterschiedlich wie sie kaum sein könnten. Ja es sind beides Kostüme und irgendwie Middelalda aber für mich sind es 2 sehr unterschiedliche Segmente die ich sehr von einander unterscheide und mit unterschiedlichen Ansprüchen behandle um die Unterschiedlichen Bedürfnisse zu befriedigen.

Ich habe mich die letzten 3 Jahre sehr stark auf den Ausbau meiner Fantasy Fashion Kollektion konzentriert und meine historischen Arbeiten wurden etwas stiefmütterlich behandelt. Ich bin auch völlig ausgelastet mit meiner Fantasy Kollektion derzeit. Ich möchte aber gerne wieder auch mehr historische Projekte ausarbeiten und auch wieder auf historische Veranstaltungen und Histo Larps fahren. Das ist in den letzten Jahren ein wenig auf der Strecke geblieben.

Um für mich und für Euch die Unterscheidung klarer zu definieren und es nicht zu sehr vermischt, habe ich mich dazu entschlossen zu versuchen die beiden Bereiche etwas von einander zu trennen.

Ich werde die historischen Projekte von der Gewand Manufaktur Facebook Seite und Homepage herauslösen und einen eigenen Raum für Entfaltung geben. Den ersten Anfang habe ich schon bereits HIER auf meinem Blog getätigt indem ich die Beiträge auf 2 Unterkategorien aufteilen werde.

Kategorie: FANTASY FASHION
vs.
Kategorie: HISTORICAL FASHION

Wenn ihr die beiden Kategorien mal vergleicht fällt euch vlt ein kleiner Unterschied auf – für die die nicht wirklich wissen wovon ich hier rede 😉 Ja ist auch komisch eine Szene nochmal in Nischen aufzuteilen (eine Diskussion über die verschiedenen Definition von Reenactment und die unterschiedlichen Abstufungen von „historisch korrekt“ fange ich hier jetzt nicht an XD).

Was hat das jetzt eigentlich generell für Konsequenzen? Also eigentlich nur das es bald NOCH mehr g***en Sch**ß auf beiden Kanälen geben wird 😀 Und Ich bin ja mittlerweile nicht mehr alleine im Team Gewand Manufaktur!

Der History Channel wird „larpiger“ und historischer und der Fantasy Channel wird noch fantastischer und ausgefallener… so – stay tuned and watch out!

Eure verrückte Karo!

** Was ich in dem obigen Absatz in einem Satz formuliert habe war ein langer schmerzhafter Prozess den ich durchleben musste um aus den Erfahrungen der Vergangenheit zu lernen. Sich mit seiner Leidenschaft selbständig zu machen ist eine Sache – mit dem was man liebt und gut kann, das war für mich nicht schwer. Das ging leicht. Aber herauszufinden wie schwierig es ist wirklich wirtschaftlich als Handwerker/ Künstler zu Überleben – eine ganz andere. Das war meine Lektion fürs Leben und gehörte mit zum Gesamt Prozess dazu. 

P.S.: So Sah ich aus als ich 2008 auf meinem ersten Liverollenspiel angefangen habe vor 10 Jahren:

 

 

DANKE 2018!

Ihr seid phantastisch, unglaublich, verrückt und wundervoll!!!

Ihr habt UNS total überwältigt, überrascht und unsere Kapazitäten total gesprengt!!! Wir waren auf EUCH nicht vorbereitet!

Wir sind restlos ausgebucht für kommenden Saison 2019 mit Einzelanfertigungen & Hochzeitsgewandungen!

Ich kann es kaum glauben das das alles hier gerade so passiert! Es war Hölle anstrengend und ich bin absolut an meine Grenzen gekommen seid ich meine Relaunch 2017 gestartet habe – körperlich & seelisch… aber es soll so sein!

Ich möchte mich für die die letzten beiden Saisonen/Saisonsens/Saisons bedanken, für eure Geduld & Unterstützung uns zu entwickeln und aufzubauen.

Wir arbeiten intensiv daran unsere Prozesse zu optimieren. Wir versuchen unser Team aufzubauen und unsere Kapazitäten zu erweitern. Was sehr sehr langsam voran geht. Wir wissen wo unsere Stärken sind und unsere Schwächen und wo unsere Grenzen sind.

Klar für uns ist – wir werden uns nun vorerst auf unsere Aufträge konzentrieren. Danach werden wir uns intensiver auf den Ausbau unserer eigenen Produktion fokussieren. Damit wir in der Lage sind in kleiner Stückzahl unsere hochwertige Kollektion für euch vorzuproduzieren und auf Lager zu haben.

Das bedeutet aber, dass wir ab nächstem Jahr mit einer Warteliste arbeiten werden von mindestens 6 Monaten (+ Anfertigungszeit) mit den Einzelanfertigungen und Maßanfertigungen.

Aus Erfahrung schaffen wir es NICHT eure Aufträge WÄREND der Saison noch rechtzeitig IN der Saison für Euch anzufertigen (April – September). Wir sind dann zusätzlich mit dem Markt fahren ausgelastet.

Das heißt, dass wir gerne Eure Ideen besprechen und Aufträge zusammen ausarbeiten können – aber unser frühester Liefertermin wird der Frühling 2020 sein. Das bedeutet wir unsere Kreationen für Euch noch exklusiver und individueller gestalten können.

Darüber hinaus hoffen wir, Euch noch zusätzlich mit einer einzigartigen Kollektion aus unseren Modellen in verschiedenen Farben und Größen in der Saison 2019 zu überraschen und wir hoffen das keine Wünsche mehr offen bleiben! Wie genau das aussehen wird? Wir lassen euch teilhaben – hier und auf unserem BLOG!

Mein persönlicher Vorsatz fürs neue Jahr – mehr Blogbeiträge schreiben mit mehr Einblicken in unsere Arbeit. 🙂

Vielen vielen lieben Dank – das ihr unseren Traum wahr werden lasst!

Eure Karo

 

 

Ein Resümee!… die 2.te Marktsaison…

Aus dem Tagebuch einer Gewand Manufaktur, September 2018

Achtung! Es wird lang – ich habe viel zu erzählen.

Geschafft! Die Marktsaison mit den großen Märkten ist geschafft!

Ich habe die Saison auf mich zukommen lassen – ich hatte keine andere Wahl – Augen zu und durch…

…und dann kamt IHR!!!!

Wir wurden von Euch total überrumpelt und überwältigt, so wunderbare Menschen, so wundervolle Ideen und so wundervolle Aufträge!!! ENDLICH!

Nur positives Feedback und Begeisterung reichte nun nicht mehr. Ich musste endlich Zahlen schreiben, noch immer hatte ich das niederschmetternde Telefonat mit meiner Bank im Ohr. Es musste dieses Jahr unbedingt klappen! Und es klappte…und wie!
Es folgte ein Markt nach dem Anderen – Auto beladen – fahren – Auto ausladen – Marktstand aufbauen – zwei Tage absoluten Wahnsinn rocken – alles wieder einladen durch die Nacht nach Hause fahren – am nächsten Morgen alles ausladen, sortieren, was dreckig wurde waschen – Auftragsbestätigungen eingeben – evtl schon Materialien bestellen und schon wieder das Auto packen um zum nächsten Markt aufzubrechen.

Nach dem ersten Marktmarathon haben wir wunderbare Aufträge mit nach Hause gebracht und meine Nähfeen scharrten schon mit den Hufen (flatterten mit den Flügeln? XD). Also machten wir uns ohne Pause ans Werk.

Schneller als uns lieb war rückte uns schon der nächste Marktmarathon auf uns zu und wir merkten, dass es einfach nicht zu schaffen ist unsere Qualität und Schöpfungen im Accord durchzudrücken.

Dies u.a. führte für uns zu einem total „Systemcrash“ – unsere Kapazitäten waren gesprengt. Wir mussten inmitten der Saison die Notbremse ziehen und alle neuen Bestellungen bis auf weiteres, mindestens bis Ende des Jahres schieben.

Für alle bereits eingegangen Bestellungen versuchen wir abzuarbeiten was wir abarbeiten können und versuchten unsere Situation zu erklären und hofften auf Verständis. Der eine hatte mehr der andere weniger….

Wir sind Euch so unendlich dankbar, dass Ihr mit uns unseren Anfang so wunderbar mitgestaltet und am allermeisten helft Ihr uns mit Eurer Geduld für uns und unsere Situation.

***

Dieses Marktfahren ist für mich eine völlig neue Herausforderung. Nachdem die Entscheidung feststand mit meinen Werken in die große weite Welt zu ziehen und mich in dieser zu präsentieren ist viel geschehen.

Die körperliche Anstrengung, die es mich kostet mein Geschäft jedes Wochenende auf und Abzubauen, habe ich sehr unterschätzt.

Meine Ambitionen noch zwischen den Märkten einen normalen Werkstattalltag zu finden, war einfach nicht möglich.

Hinzu kommt noch die emotionale Achterbahnfahrt auf den Märkten. Ich bin dort unendlich vielen Reizen ausgeliefert, die mich oft einfach überfordern. Ich setzte mich und meine Werke einer komplett breit gefächerten „Masse“ aus. Wir bekommen ungefiltert die Meinung ALLER Gästen entgegen gebrüllt (Hauptsächlich von denen die keinen Sinn dafür haben was wir eigentlich tun). Sie brüllen meine Puppen an, aber sie kennen mich nicht. Sie sehen nur meine Modelle und den Preis. Es ist teilweise sehr respektlos und verletzend, dass zerrt an den Nerven. Manchmal verziehe ich mich in meine Umkleide oder hinter das Zelt und weine, weil ich es nicht ertragen kann.
Es ist für mich eine völlig neue Herausforderung mit diesen Gefühlen umzugehen und sich dafür ein komplett neues Schutzschild aufzubauen.

Wenn ich auf der anderen Seite nicht so wundervolle und absolut begeisterungsfähige Menschen kennenlernen würde, die meine Arbeit zu würdigen wissen, hätte ich längst aufgegeben.

Vielen Dank das ich Euch in dieser neuen großen weiten Welt kennenlernen durfte und für Euch Eure wunderschönen Wunschkleider anfertigen darf.

…aber ich denke ich bin mit meiner Gewand Manufaktur auf dem richtigen Weg.

Die vielen neuen Eindrücke und Erfahrungen aus den letzten zwei Jahren müssen wir für uns erstmal verarbeiten.

Dies alles bringt uns allerdings auch dazu neue Regeln festzulegen, die für eine weitere Zusammenarbeit zwingend notwendig sind, um in Zukunft Enttäuschungen und Frustrationen zu vermeiden. Auf der anderen Seite soll es aber auch uns davor schützen uns jedes Jahr aufs neue komplett auszubrennen, denn noch so ein Jahr halte ich nicht durch.

Bis auf weiteres:

  • Wir arbeiten von nun an von Saison zu Saison – nicht mehr von Markt zu Markt
  • Einzelanfertigungen werden ausschließlich in der Zeit von September – März angefertigt (Winterpause) Auftragsannahmenchluss für die nächste Saison ist hierfür der 31. Oktober 2018!
  • KEINE Anproben oder Liefertermine mehr WÄHREND und AUF den Marktterminen! (Wir haben ein wunderschönes Atelier wo wir all dies in Ruhe erledigen können. Wir können dann auch kleinere Änderungen sofort vor Ort erledigen!)
  • Nachträgliche Änderungen am Modell werden, je nach Aufwand, zusätzlich berechnet und nachkalkuliert. Generell werden wir unsere Preise für unsere Leistungen und Service anheben müssen.

***

Wenn alles gut geht (drückt uns die Daumen für unseren Banktermin) werden wir für nächstes Jahr die Produktion massiv hochfahren und hoffentlich einen weiteren großen Schritt wagen und eeendlich mit meiner einzigartigen Kollektion in Kleinserienfertigung gehen.

Seit nun mehr als drei Jahren arbeite ich daran, Stoffe von Webereien weben zu lassen, mit deutschen Näherei-Betrieben meine Modelle auszuarbeiten und mein Team aufzubauen und einzuarbeiten.

So bin bin ich doch nun sehr dankbar für den einen „Schritt zurück“, für das eine Jahr mehr Zeit. Es hat mir die Zeit gegeben um alles in Ruhe nochmal zu überdenken, ganz neue Ideen zu entwickeln und diese auch umzusetzen und schon auszutesten. Aber für mich war das Wichtigste – Euch noch besser kennenzulernen – Eure Bedürfnis – Eure Wünsche und Eure Gewohnheiten.
Ich habe zugehört und Euch nach eurer Meinung gefragt!

Es wird etwas Neues entstehen… etwas Zauberhaftes… etwas nur für Euch…

…mehr verrate ich nicht… lasst Euch überraschen und drückt uns die Daumen!

…aber erstmal brauchen wir eine kleine Pause!

 

Ein paar Worte an Euch…von Schöpfung zur Erschöpfung…

Aus dem Tagebuch einer Gewand Manufaktur, August 2018

Eure eigenen Charaktere, Rollen und Darstellungen entstehen über Jahre. Die Ausrüstung und Gewandung wird liebevoll von Euch ausgestaltet oder ihr lasst sie nach Euren Vorstellungen anfertigen. Jedes Jahr ein neues Detail.

Bitte gebt UNS auch die Zeit, damit wir mit Mühe, Sorgfalt und Liebe EURE Ideen und Wünsche umsetzen. Auch uns gelingt nicht immer alles auf Anhieb. Qualität und Sorgfalt brauchen ihre Zeit.
Euch dauert eine E-Mail zu lang? Wir sitzen von morgens bis spät abends (nicht selten, teilweise bis in die Nacht) und geben uns voller Leidenschaft euren Wünschen und Ideen hin.
Manchmal träume ich nachts von euren Projekten… bekomme neue Ideen oder versuche, die eine oder andere Herausforderung zu lösen. Wenn ich am nächsten Tag aufwache kann ich es kaum erwarten wieder loszulegen und versinke mit meinen Gedanken wieder voll in Eurem Projekten und höre erst wieder auf, wenn es dunkel wird oder unterbreche meine Arbeit, wenn ich Hunger habe.
Es fordert volle Konzentration und Aufmerksamkeit Eure Werke zu vollenden.
Was unsere Arbeit so besonders macht? Dass wir Eure individuellen Vorstellungen und Wünsche umsetzten, dass macht jedes Projekt und Gewand zu etwas Besonderen und Einzigartigem.

  • Bitte wertschätze unsere Arbeit, Mühe, Sorgfalt, Qualität und Einzigartigkeit
  • Verlange keine zu engen Lieferzeiten, plant rechtzeitig!
  • Erwarte keinen 24/7 Kundenservice

…das können wir nicht leisten.

Seid gewiss, wir ARBEITEN 24/7 an Euren Ideen, Wünschen und Träumen um diese zu realisiere.
Wir befinden uns noch im Aufbau und sind stetig dabei uns weiterzuentwickeln. Hinzukommt, dass wir wachsen und deshalb müssen wir uns auch auf den Aufbau eines neuen Teams konzentrieren, welches mich vor neue Herausforderungen stellt. Jemanden zu finden und einzuarbeiten, der mit der entsprechenden Leidenschaft, Sorgfalt & Liebe an euren Projekten mitarbeiten kann.

Wir brauchen Zeit…

…Zeit uns zu entwickeln,
…Zeit zum wachsen,
…Zeit um uns aufzubauen.

Daher bitten wir Euch darum, Eure Erwartungshaltungen, Preisvorstellungen und Lieferzeiten zurück zu nehmen.
Schaut bitte im Moment auf unseren individuellen Rhythmus, damit wir Eure Werke so einzigartig gestalten könne wie sie sind.
Wir werden in den nächsten Tagen, Wochen und Monaten auch Ankündigungen diesbezüglich Veröffentlichen, die drastische Änderungen in unseren Abläufen zur Folge haben werden.

Wir arbeiten daran alle Prozesse zu optimieren.

Vielen Dank für einen Moment eurer Aufmerksamkeit!

 

…ein neues Modell entsteht

Aus dem Tagebuch einer Gewand Manufaktur, Winter – Frühling 2017/2018

Ich machte also einfach weiter.

Ich setzte mich an neue Entwürfe und kaufte mir von dem letzten Geld einen neuen Ballen Stoff.

Zum einen wollte ich eine Ergänzung zu meiner vorherigen Kollektion entwerfen und zum anderen auch gerne ein ganz neues Modell erschaffen…

Da Euch in der letzten Saison meine „stillen Farben“ so gut gefallen haben und es nicht aus meinem Zelt knallbunt zu euch raus geschriehen hat… wollte ich gerne in einer dezenten Farb-Harmonie bleiben.

Shades of grey…

Am Anfang steht immer der Stoff, ich bin ein großer Fan davon in Farbharmonien zu arbeiten.  Dabei setzte ich auf unterschiedliche hochwertige Materialien..Seide…fein…grob…matt…glänzend…Leinen…Damast…

Ich liebe es meine Gewänder so zu entwerfen das sie kombinierbar sind oder sogar wetterbedingt anpassbar.

Als erstes wollte ich gerne eine Weste umsetzten. Die Weste kann wunderbar mit den Ansteckärmeln kombiniert werden, oder einfach nur mit einem Rock im Sommer und nichts drunter, natürlich auch auf ein Kleid.

Über ein Kleid getragen ohne Ärmel ist sie wunderbar für die sommerlichen Tage, die perfekte Ergänzung zum leichten Sommer-Leinen-Kleid.

Natürlich musste die neue Weste auch kombinierbar mit unseren Ansteckärmeln sein.

Einmal das ganze Ensemble mit Kleid mit weitem V-Ausschnitt. Der Trend in diesem Sommer, welcher sich durch unsere S/S 2018 Kollektion fortsetzen wird. Da wir stark im letzten Jahr auf Kapuzen gesetzt haben wollten wir mal was Neues ausprobieren.

Wofür wir die wunderschöne silberne Roh-Seide und die bezaubernden Libellen verwendet haben lest ihr in unseren nächsten Artikeln.

…to be continue

…ein kleiner Rückblick

Aus dem Tagebuch einer Gewand Manufaktur, Winter 2017

Nachdem ich im Frühling 2017 das erste mal mit meinen Ideen und Träumen in  das Abenteuer meines Lebens zog, hatte ich am Ende der Saison, trotz aller Widrigkeiten doch das Gefühl das etwas wunderbar Neues Entstanden ist und ihr mich in Eure  Welt aufgenommen habt.

Welch eine großartiger Erfolg in  meiner ersten Marktsaison, nun könnten wir mit Volldampf voran in 2018 starten! Jetzt kann`s richtig losgehen! Ich investiere in den nächsten Schritt. Die Kollektion steht, die Nähereien bereit! Und dann…. sind uns die Kohlen ausgegangen….pffffff   schhhhhhh pfffff pfffpffffffff schhhhhhh……….

„WAS MIT DEN KOHLEN???“

EIN Schritt vor…DREI Schritte zurück! …und die BANK sagte:“…. JA Frau Fischer das sind ja alles schöne Träume, aber ohne Zahlen können wir da nichts machen.!“ *hrrrgggs##%sssj$%&/()&öowruhgldfjasöeoriiijbxndmskfldreui*

OK, was nun, Umzug ins Eskalations-Atelier, die Produktion angeschubst und die Kunden gerade erst in Fahrt gebracht!

OK, wieder zurück zum Anfang, ohne Produktion, ohne Stoffe, ohne alles.

…ich war am Boden zerstört… das wars jetzt…

Ich kann nicht mal mehr meine Märkte für 2018 vorausbezahlen und ohne Ware und Standhelfer überstehe ich die nächste Saison nicht und das neue Atelier…. hatte ich mich übernommen?

…Ich bin hier am Ende…

…nicht ganz…

Ich hatte ja meine Modelle, das unglaublich positive Feedback der letzten Saison, mein Zelt und das richtige Bauchgefühl, dass ich auf dem richtigen Weg bin.

Letztendlich wurde mir ein Weihnachtsengel geschickt, der mir nun das Geld für die Märkte auslegte, mir seine Unterstützung für die Märkte anbot und so fest an mich glaubte, dass er in mich und die Idee investierte. Meine Eltern hatten die Jahre zuvor schon ihr letztes Hemd verkauft um mich zu unterstützen. Das gab mir die Kraft weiterzumachen. Ich habe bisher soviel Energie hingesteckt und gerade erstmal angefangen – ich konnte jetzt noch nicht aufhören! Jetzt erst recht!

Ich mache also einfach weiter!

***

Vielen Dank das ihr Euch die Zeit nehmt und mich auf meiner Reise begleitet. Das ist die Reise meines Lebens! Für mich ist es wichtig jeden Moment festzuhalten und meine Emotionen und Erfahrungen mit Euch zu teilen. Am Ende kann ich sagen – ich habe es versucht, egal wie das hier ausgeht….

Eure Karo <3

 

 

 

Das Eskalations-Atelier…

Aus dem Tagebuch einer Gewand Manufaktur, August 2017

Was tun wenn man gezwungen ist sich mitten in der Start-Phase und mitten in der ersten Saison umzuziehen? Ja, richtig – ESKALIEREN!!!!

Nach meinem ERSTEM! Markt in der Saison 2017 musste ich eine Entscheidung treffen – Ein Umzug stand an – Ich musste umziehen und das so schnell wie möglich.  Eine Katastrophe, ich wusste doch zu diesem Zeitpunkt doch gar nicht ob alles so klappt, die Märkte sind geplant und ich hatte schon die ersten Aufträge die bearbeitetet werden mussten.

Finde mal eine Wohnung/Atelier auf dem Land. Das ist hier alles ein bisschen anders. Für mich stand aber fest ich muss bei den Ponys bleiben, denn wenn ich nicht gerade hinter der Nähmaschine sitze oder im Kostüm, dann sitze ich auf dem Pony. Wobei sich die letzten zwei Punkte sich nicht gegenseitig ausschließen ;).

Das bin ich im übrigen mit meinem Schulpony Bosse – 1.40m deutsches Reitpony. Mein Fels in der Brandung und mein totaler Ausgleich, welcher im letzten Jahr etwas kurz kam.

Also habe ich alle meine Mädels vom Reitstall darauf angesetzt, um im Umkreis etwas zu finden. Nach kürzester Zeit habe ich durch den Buschfunk von der alten Gänsefeder-Fabrik erfahren. Sie vermieten gewerbliche Räumlichkeiten und die sind offen für kreative Leute und Ideen.

Dann stand ich da…

…in meinem Traumatelier….

Aber es war viel zu groß und das war doch so alles nicht geplant. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt noch keine wirkliche Erfahrung wie es alles klappen und funktionieren wird. Ich hatte Bedenken, dass ich mich übernehmen würde, aber ich dachte: Jetzt erst recht!!! Größere Räume – größere Möglichkeiten.

 „Wall of Fame“ – meine Entwürfe für Mittelalter und Piraten – Rockbands, die ich  in einem gemeinsamen Projekt mit „PLEBZ“ ausarbeitet habe 🙂
+++ Saltatio Mortis +++ Versengold +++ Pulveraffen und Vroudenspil+++

Und so entsteht nicht nur ein wunderbares Atelier zum arbeiten und für Ideen…

…sondern auch noch ein schöner Showroom! Ich habe die Möglichkeiten endlich meine Kunden entsprechend zu empfangen und meine Kleider angemessen in einem großem Ausstellungsraum zu präsentieren.

Die letzten Renovierungsarbeiten laufen und die Einrichtung wird zwar erstmal improvisiert sein, aber Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut.

Mit diesem Atelier geht ein absoluter Traum in Erfüllung. Halb Werkstatt und Halb Ausstellung, ich freu mich darauf Euch alle dort zu empfangen!

P.S.: Die große offizielle Eröffnungs-Party wird noch geplant! Aber das schaffe ich nicht mehr bevor die Saison startet! Wir sehen uns auf den Märkten.

Hier meine Termine:
http://www.gewand-manufaktur.com/epages/78334146.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/78334146/Categories/Termine

…and then the season started….

Was soll ich sagen… meine erste Marktsaison allein war einfach nur krass… Ihr ward krass!

Wo soll ich zuerst anfangen? In chronologischer Reihenfolge?

Ich bin völlig überwältigt von der Resonanz die ich von Euch bekommen habe.

Ein absolutes Highlight meiner Kollektion war das komplette Set aus „Herrin der Nebel“ & „Morgentau“ die Euch besonders fasziniert hat.

***

What should I say… my first market season on my own was just massive, just massive!

Where should I start? Perhaps chronologically?

I am completely overwhelmed by the response I received from you. I have met so many lovely people and the feedback you gave – say I must continue! 

An absolute highlight of my collection was the set out of „Herrin der Nebel“ & „Morgentau“ which fascinates you to no end.

http://www.gewand-manufaktur.com/Herrin-der-Nebel
http://www.gewand-manufaktur.com/Fantasy-Kleid-Morgentau

Aber die ich spüre die Anstrengungen der letzten Monate… des ganzen letzten Jahres… Es ist jetzt ungefähr ganz genau ein Jahr her nachdem ich mit der Umsetzung der geplanten Relaunch meiner Gewand Manufaktur begonnen habe.

Einige Pläne haben wunderbar funktioniert, einige weniger… aber wer nicht wagt der nicht gewinnt!

Was ausgezeichnet funktioniert hat war die Umsetzung des Marktstandes, der in Zusammenarbeit mit dem Schreinermeisters meines Vertrauens ein hervorragendes Meisterstück geworden ist.

But I feel the efforts of the last months … of the whole last year … It is now about exactly one year ago after I started with the implementation of the planned relaunch of my Gewand Manufaktur.

Some plans worked wonderfully, some others needed a little adjustment. But who does not dare not win! What worked wonderfully was the implementation of the market stall, which has become a wonderful masterpiece in cooperation with my master carpenter.


Hier die Bilder vom MPS in Bückeburg, versteckt im Zauberwald
Here are the pictures of the MPS in Bückeburg, hidden in the magic forest.


Besonders Beliebt?…die Seidenfarbkarte mit ihrer unendlichen Auswahl an Farben <3
Die ein oder andere Kundin hat selbst mich vom Hocker gehauen mit ihren Farbkombinationen, die sie sich individuell zusammen gestellt hat. 😀

Especially popular? … the silk color chart with its infinite choice of colors <3
One customer has even knocked me off my chair with her color combinations that she has put together by herself! 😀

So anstrengend so eine Marktsaison ist, so schön war es auch. Ich habe tolle Menschen kennengelernt und wieder getroffen. Das ich sogar eine ganze Saison vermisst wurde und man sich noch an mich erinnern konnte, damit hatte ich nicht gerechnet. 2015 war ich mit meinen Gewändern unterwegs mit den Jungs von „PLEBZ“ – das erzähl ich Euch ein anderes Mal.

Ich hoffe das ich Euch nächstes Jahr mit der ein oder anderen Überraschung erneut begeistern kann. Jetzt wo ich Euch nach und nach besser kennengelernt habe und ihr mir Eure Wünsche und Vorstellungen verraten habt.

As stressful as a market season is, it was so beautiful. I met great people and came across old friends. It felt like I was missed last season, and that you still remembered me – this is something I never expected. After all, In 2015, I was on my way with my robes with the guys from „PLEBZ“ – I’ll tell you another time.

I hope that I can inspire you again next year with some surprising products, now that I’ve gotten to know you better bit by bit and you’ve revealed your wishes and ideas to me.

Dann …. der Umzug…. Glück im Unglück….. und das neue Eskalations-Atelier…

Da die Situation auf privater Ebene nicht mehr tragbar war und sie sich stark auf meine Arbeit ausgewirkt hatte, habe ich kurzen Prozess gemacht um schlimmeres zu verhindern. Leider blieb mir nichts anderes übrig als mitten in der Sasion umzuziehen.

Oh yes …. the move …. a blessing in disguise… and the new escalation studio …

Since the situation on a private level was no longer sustainable and she had a strong impact on my work, I made short work to prevent worse. Unfortunately, I had no choice but to move in the middle of the season.

Es konnte mir allerdings nichts Besseres passieren, denn ich habe mein absolutes Traumatelier gefunden. Ein altes Mühlen-Loft einer ehemaligen Gänsefeder-Fabrik. Dort bin ich in die Räumlichkeiten der alten Konfektion eingezogen. <3
Noch ist es ein bisschen groß, aber es wird sich nach und nach mit neuen Ideen füllen….

But I think it could not happen to me better that I have found my absolute dream atelier. An old mill loft of a former goose feather factory. And I moved into the premises of the old confection … <3 It’s still a bit big, but it will surely fill up with new ideas gradually ….

 

Die Anstrengungen der Saison und des Umzuges haben mich jetzt eingeholt, daher lasse ich das Jahr auch etwas ruhiger ausklingen und habe alle Termine auf Januar verschoben… Ich werde jetzt noch in Ruhe fertig auspacken…einräumen… renovieren und einrichten…

The move was a little bit too much, so I let the year end a little quieter and have all visitors invited for January. I’ll still be unpacking boxes, arrange, renovate, decorate…

Keiner hat gesagt das Träume erfüllen einfach ist, es ist unglaublich harte Arbeit und man ist oft mit widrigen Einflüssen von außen konfrontiert die Pläne und Vorhaben in der Luft zerreisen.

Doch die Saison hat mir gezeigt das es sich lohnt. Ich werde weiter an der Erfüllung meiner Träume arbeiten und ihr gebt mir Kraft, Motivation und Bestärkung dafür

Ein großes Dankeschön an meine lieben Kundinnen für eure Geduld mit mir in diesen Tagen!

No one has said that fulfilling dreams is easy … it is incredibly hard work … and one is often confronted with unfamiliar influences from the outside, tearing plans and projects in the air.

But I’ll undoubtedly continue to follow my dreams and passions.

A big thanks to all my customers for your patience these weeks! <3

to be continue….

Eure Karo <3